Gründung

Lord Robert Baden Powell, Gründer der Weltpfadfinderbewegung, hält 1907 das erste Zeltlager auf Brownsea Island (Großbritannien) ab. Mit 22 Jungen aller sozialen Schichten probiert er erstmals sein Konzept einer Pädagogik des Erlebens und der Verantwortung für den Einzelnen und die Gruppe.

Baden Powell veröffentlicht sein Buch »Scouting for Boys«, das sofort reißenden Absatz findet und innerhalb kurzer Zeit zur Gründung der Weltpfadfinderbewegung führt. In diesem Buch verwendete erstmal auch er den Lehrgrundsatz „Learning by Doing“ (Lernen durch Handeln). Der Pfadfinderbewegung gehören heute 41 Millionen Mitglieder an. Sie ist damit die größte Jugendorganisation der Welt. Nur in fünf Staaten gibt es bisher keine Pfadfinderverbände: Andorra, Volksrepublik China, Kuba, Laos und Nordkorea.

Der Pfadfindergedanke schwappt über den Kanal auch nach Deutschland: Der Stabsarzt Dr. Alexander Lion „erfindet“ den Begriff Pfadfinder für das englische Wort „Scout“ und verbindet in seiner Konzeption deutsche Vorstellungen von Jugendarbeit mit den Ideen Baden-Powells.

1920 fand das erste Jamboree (Weltpfadfindertreffen) in London statt, 8.000 Pfadfinder aus 34 Nationen nahmen teil. Beim Jamboree 1929 waren es schon 50.000 Pfadfinder aus 72 Ländern.
Jamborees finden heutzutage alle 4 Jahre statt. Das nächste 2019 in den USA. 2023 wird dann Südkorea der Gastgeber sein.

Der 22. Februar ist der gemeinsame Geburtstag von Olave und Robert Baden-Powell. Pfadfinderinnen und Pfadfinder feiern ihn seit 1932 als Zeichen weltweiter Verbundenheit und Solidarität. An diesem Tag schreiben sie sich Postkarten und sammeln Geld, den „Thinking Day Penny“, das für internationale Projekte und Entwicklungshilfe verwendet wird. Viele Pfadfinderinnen und Pfadfinder gehen an diesem Tag in Tracht/Kluft in die Schule, um ihre Verbundenheit mit der weltweiten Bewegung zu zeigen.

Quellen: www.dpsg.de
https://www.scout.org
http://www.thinkingday.de